Go to content Go to navigation

highlyoverrated.info

Medien und Ideen

Craigslist vs. Zeitungsrubrikenmarkt

Joey deVilla berichtet in seinem Blog vom Weitervermieten seiner Wohnung in Toronto.
Joey’s Vermieter hat ihm für die Weitervermietung freie Hand gegeben (und ein Budget!), also hat Joey das ganze Unternehmen zu einem Vergleichstest zwischen einem Inserat im lokal führenden Wohnungsmarkt (print und online), den Toronto Star Classifieds, und im Toronto-Ableger von Craigslist gemacht.

Für 520,66 Dollar hat Joey über das Inserat im Toronto Star 20 Bewerber für seine Wohnung bekommen, über Craigslist für 0,0 Dollar im gleichen Zeitraum (1 Woche Laufzeit) 55 Bewerber, unter denen schließlich auch der Nachmieter dabei war.
Während für das Inserat im Toronto Star das Inserat extrem verdichtet und voller Abkürzungen sein muss (jeder Buchstabe kostet Geld) ist bei Craisglist der Platz für das Ausloben der Wohnung unlimitiert und auch große Fotos sind möglich; das nicht vorhandene Design von Craigslist ist kein Nachteil, sondern Teil des Funktionierens der Seite.
Der springende Punkt ist die kritische Masse an Interessenten, und die ist in nordamerikanischen Metropolen bei Craigslist erreicht. Für Privatinteressenten sind die kostenlosen Inserate nicht zu toppen, und für kommerzielle Interessenten ist die Masse an Zugriffen relevant, zumal auch die Preise für kommerzielle Inserate weit unter den sonst üblichen liegen.
In Summe fällt hier ein nicht unbeträchtliches Geschäftsvolumen schlicht und einfach weg, ein kleines Trostpflaster gegen die hohen Mietpreise einerseits, andererseits ein verlorener Umsatzbringer für Zeitungen.

ps: mittlerweile gibt es auch für Wien einen Craigslist-Ableger, allerdings mit relativ wenig (englischsprachigen) Einträgen

Kommentare

Kommentar verfassen:




(* Pflichtfelder bitte ausfüllen. Die E-Mail wird nicht veröffentlicht, dient aber der Hinterlegung eines Gravatars.)
↑ nach oben