Ekelzone Feinkostabteilung
Einmal darauf aufmerksam gemacht, kriegt man es nicht mehr aus dem Kopf. Die gängige Praxis an Österreichs Feinkostabteilungen (egal ob Billa oder Spar) besteht darin, dass das Personal zwar brav Gummihandschuhe trägt, mit diesen Handschuhen aber vor allem die eigenen Hände schützt. Soll heißen: mit den Handschuhen werden die unterschiedlichsten Tätigkeiten verrichtet – Brot einpacken, Käse und Wurst aufschneiden, Boden putzen, Backrohr befüllen, Spüle reinigen… Die Handschuhe werden in 95% aller beobachteten Fälle nicht ausgezogen, sondern anbehalten, die Hände selbst bleiben ja sauber und geschützt.
Dass die Ware für den Kunden mit Reinigungsmitteln und z.B. Brot mit Wurst in Kontakt kommt, ist unhygienisch und verdirbt einem immer öfter den Genuß der Feinkost.
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Uff… danke, dass das mal wer anspricht! Vor allem wenn bei mir beim Spar der Fleischer mal schnell beim Brot aushilft, kommt mir als Vegetarier das Gruseln. Was tun? Ich hab mich bisher immer knapp zurückgehalten etwas zu sagen, bin mir auch nicht sicher ob’s was bringt – vielleicht ehere an die Geschäftsführung wenden?
Bisherige Erfahrungen mit dem Ansprechen direkt im Geschäft: man stößt auf Unverständnis, höflichen Bitten, z.B. die Brotzange zu verwenden, wird recht widerwillig nachgekommen.
Es ist auch peinlich, weil einen mitunter andere Kunden schräg anschauen. Eine Eskalation in Richtung Geschäftsführung könnte was bringen, noch nicht versucht.